Der 1976 fertig gestellte Palast der Republik sollte nach dem Verständnis seiner Erbauer ein „Volkshaus“ in der Tradition der Arbeiterbewegung sein und bot Raum für vielfältige kulturelle Aktivitäten, aber auch einen repräsentativen Rahmen für die Inszenierung von Parteiveranstaltungen. Ein großzügiges Foyer führte in den mit modernster Veranstaltungstechnik ausgestatteten großen Saal für bis zu 5000 Besucher. Der Volkskammersaal im nördlichen Teil des Gebäudes erlangte 1990 historische Bedeutung, als das erste und letzte frei gewählte Parlament der DDR die Vereinigung der beiden deutschen Staaten beschloss.

Mit 13 Restaurants, Cafés und Bars sowie u.a. einem Theater, einer Bowlingbahn und einer Diskothek wurde der Palast zum meist besuchten Ort im Ostberliner Zentrum. Insgesamt etwa 60 Millionen Besucher wurden in den 14 Jahren seines aktiven Betriebes gezählt.

Am 9. September 1990 musste das Gebäude wegen Asbestbelastung geschlossen werden. Seit 1997 wird der asbesthaltige Spritzbeton aufwändig entfernt. Dabei wurde das Gebäude inzwischen bis auf sein Stahlskelett zurückgebaut.

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